Das schwarze Dach ist die auffälligste Veränderung für das kleinste Budget – und das beste Projekt für den Einstieg ins Folieren: eine große, fast ebene Fläche, an die man gut herankommt. Mit unseren 152 cm breiten Rollen folieren Sie das Dach am Stück, ohne Naht. Hier ist die Methode der Profis, so erklärt, dass es beim ersten Mal klappt.
Was Sie brauchen
- Folie: 2 m für einen Klein- oder Kompaktwagen, 2 bis 3 m für eine Limousine oder einen Kombi und 3 m für ein SUV. Am gefragtesten sind Schwarz glänzend, das ein Panoramadach imitiert, Schwarz matt und Carbon Schwarz glänzend Premium.
- Werkzeug: Filzrakel, Cutter mit feiner Klinge, Folierhandschuhe. Wenn Sie allein arbeiten, ersetzt Ihnen ein Magnethalter das zweite Paar Hände.
- Zum Schneiden ohne Klinge auf dem Lack: Schneideband (optional, aber sehr zu empfehlen, wenn Sie mit dem Cutter unsicher sind).
- Außerdem: Heißluftföhn oder kräftiger Haartrockner, Isopropylalkohol, Mikrofasertücher und wenn möglich eine zweite Person.
1. Dach und Arbeitsplatz vorbereiten
Ein gutes Ergebnis hängt zu 80 % von der Reinigung ab. Waschen Sie das Dach mit Seifenwasser, trocknen Sie es und wischen Sie es mit Isopropylalkohol ab, um Wachs und Fett zu entfernen – vor allem entlang der Dichtungen und Leisten. Jedes Staubkorn sieht man später als Beule unter der Folie.
Arbeiten Sie im Schatten oder in der Garage, windgeschützt und am kalten Auto: Ideal sind 15 bis 25 °C. In der Sonne wird der Kleber zu aggressiv, bei Kälte wird die Folie steif.
2. Messen und zuschneiden
Messen Sie das Dach von Seite zu Seite und von der Windschutzscheibe bis zur Heckscheibe, und schneiden Sie die Folie mit rund 10 cm Überstand an jeder Seite zu. Der Überstand dient zum Greifen und Spannen und wird später abgeschnitten. Wollen Sie die Spiegelkappen passend folieren, nehmen Sie gleich 50 cm mehr von derselben Rolle.
3. Folie auflegen
Ziehen Sie das Trägerpapier ganz ab und halten Sie die Folie zu zweit an den Ecken, Klebeseite nach unten. Lassen Sie sie ohne Druck auf das Dach sinken, zentrieren Sie sie und spannen Sie sie leicht an allen vier Ecken: Sie soll liegen wie ein straff gezogenes Laken, ohne Falten. Allein ziehen Sie das Papier nur zur Hälfte ab und fixieren eine Seite mit den Magneten.
Unsere Folien sind mikroperforiert gegen Blasen und repositionierbar: Liegt sie schief, heben Sie sie an und legen sie neu auf, bevor Sie andrücken.
4. Von der Mitte aus andrücken
Ziehen Sie mit der Filzrakel eine erste Bahn mittig über das Dach, von vorne nach hinten. Von dieser Linie aus rakeln Sie in überlappenden, fächerförmigen Zügen zu den Seiten, immer von innen nach außen. So entweicht die Luft über die Kanten. Bildet sich eine Falte, heben Sie die Stelle an, spannen leicht und rakeln erneut. Kleine Restblasen verschwinden mit leichtem Fingerdruck: Die Luft entweicht durch die Mikrokanäle im Kleber.
5. Wärme an Rundungen und Kanten
In den Ecken und dort, wo das Dach zu den Säulen hin abfällt, erwärmen Sie die Folie mit dem Heißluftföhn aus rund 20 cm Abstand, ohne an einer Stelle zu verharren: Sie wird weich wie Kaugummi. Dann dehnen Sie sie behutsam und rakeln sie an. Dehnen Sie nie kalt: Die Folie würde sich später zurückziehen und ablösen.
6. Zuschneiden und versiegeln
Schneiden Sie den Überstand mit dem Cutter entlang der Fensterdichtungen und Seitenleisten ab, die Klinge flach und ohne Druck: Sie sollen die Folie schneiden, nicht den Lack. Wo Leisten oder Dichtungen sind, lassen Sie 2 bis 3 mm stehen und schieben sie mit der Rakel darunter: Die Kante wird unsichtbar. Mit Schneideband ist es noch einfacher: Es wird vor der Folie aufgeklebt, danach ziehen Sie am Faden, und er schneidet von selbst.
Zum Schluss erwärmen Sie alle Kanten und drücken sie mit dem behandschuhten Finger an. Dieses „Versiegeln“ aktiviert den Kleber und verhindert, dass sich die Folie beim Waschen löst.
Panoramadach, Dachreling und Antenne
- Panorama- oder Schiebedach: Nur das Blech folieren und entlang der Scheibe schneiden.
- Dachreling: Am besten abbauen. Wenn das nicht geht, einen Entlastungsschnitt setzen und drumherum arbeiten.
- Haifischantenne: Bei vielen Autos lässt sie sich mit zwei Schrauben von innen abnehmen; sonst sorgfältig drumherum schneiden.
Typische Fehler
- Bei der Reinigung schludern: Man sieht jedes Staubkorn.
- In praller Sonne oder auf einem heißen Dach arbeiten.
- Kalt dehnen statt erwärmen.
- Mit dem Cutter auf den Lack drücken.
- Das Auto vor Ablauf von 48 Stunden waschen: So lange braucht der Kleber, um endgültig abzubinden.
Eine Dachfolierung in anderer Farbe ist eine Teilfolierung und muss nicht bei der Zulassungsstelle gemeldet werden. Bereit? Alle Finishes fürs Dach finden Sie auf der Seite Dachfolierung. Und als Nächstes ist die Motorhaube das einfachste Teil.
Häufige Fragen
Wie viel Folie brauche ich für das Dach?
Für einen Klein- oder Kompaktwagen 2 m Rolle mit 152 cm Breite, für eine Limousine oder einen Kombi 2 bis 3 m und für ein SUV oder einen Van 3 m.
Ist es schwer, das Dach allein zu folieren?
Es ist das beste Projekt für den Einstieg: eine große, fast ebene Fläche. Mit Geduld, gründlicher Reinigung und Wärme in den Ecken schaffen Sie es an einem Nachmittag, auch beim ersten Mal.
Wie bekomme ich Blasen unter der Folie weg?
Unsere Folien sind mikroperforiert gegen Blasen: Die Luft entweicht durch Kanäle im Kleber. Restblasen verschwinden, wenn Sie mit dem Finger von der Mitte zur Kante drücken. Hält sich eine, heben Sie die Stelle an und rakeln neu.
Wann darf ich das Auto nach dem Folieren waschen?
Warten Sie mindestens 48 Stunden, damit der Kleber gut abbindet. Danach von Hand oder in einer Waschanlage ohne harte Bürsten waschen und mit dem Hochdruckreiniger Abstand zu den Kanten halten.




